"Die Vielfalt der Arten ist der Jackpot der Natur. Den sollten wir nicht so einfach verspielen. In Milliarden Jahren der Evolution hat die Natur ihre Schatzkammern mit einer ungeheuren Variation an Pflanzen, Tieren, und Lebensräumen gefüllt. Jeden Tag werden viele dieser wertvollen Lebensräume wieder zerstört und Arten sterben aus. Ein bestimmtes Maß an Verlusten ist natürlich, aber das Tempo des Artenrückgangs zieht rasant an. Das bedeutet die Schatzkammern leeren sich, der Genpool schrumpft und Tiere und Pflanzen können sich immer schlechter an veränderte Lebensbedingungen anpassen.
Ich engagiere mich für die UN-Dekade, weil ich froh bin, wenn die Aufmerksamkeit für das Thema Biodiversität wächst. Ich denke, es wird eine der wichtigsten Aufgaben der Zukunft sein, das Potential der vielen Lebensräume und Lebensformen, das die Erde einzigartig macht, zu erhalten."
"Wenn man sich vorstellt, man müsste jeden Abend für den Rest des Lebens ein und dasselbe Fernsehprogramm sehen – ich würde vor Langeweile sterben. Oder den Fernseher nicht mehr einschalten. Der Apparat würde langsam zustauben und irgendwann unbemerkt den Geist aufgeben. So ähnlich ist es auch mit unserem Planeten. Ohne biologische Vielfalt ist es nur eine Frage der Zeit, bis wir vor Langeweile sterben würden. Wörtlich.
Ohne biologische Vielfalt wäre die Erde für uns nach kurzer Zeit nur einer von vielen unbewohnbaren Planeten. Biologische Vielfalt zu erhalten, bedeutet deshalb auch, unsere Lebensgrundlage zu erhalten. Und da mach ich gern mit."
"Es ist toll, die Welt zu erleben und unterschiedliche Landschaften kennen zu lernen. Beim Tauchen in exotischen Ländern, aber auch ganz einfach beim Spazierengehen in den heimischen Wäldern – die Vielfalt der Pflanzen, Tiere und Landschaften ist beeindruckend. Doch müssen wir Menschen aufpassen, diese Vielfalt nicht zu zerstören.
Der sanfte Tourismus achtet und schützt die Natur. Ein gutes Beispiel sind Nationalparks. Dort können wir auf markierten Wegen die Naturschönheiten erleben und es gibt genügend Räume, in denen Pflanzen und Tiere ungestört sind. Wenn wir so reisen, können wir die Schönheit und Vielfalt auch weiterhin bewundern. Dafür will ich mich mit meinem Engagement als Dekade-Botschafterin einsetzen."
„Wir ´Höhner´ haben zusammen 17 Kinder und 2 Enkelkinder!
Und denen haben wir versprochen, ihnen eine lebens- und liebeswerte Welt zu übergeben. Wir sind nur zu Gast auf dieser Welt!
Unsere Welt kann nur durch den Zusammenhalt aller funktionieren. Wir möchten die Menschen mitnehmen und ihre Herzen öffen, damit sie diese wunderschöne Welt so erhalten, wie sie jetzt ist“.
"Antoine de Saint-Exupéry hat einmal gesagt: `Die Zukunft soll man nicht voraussehen wollen, sondern sie möglich machen.´Genau darum geht es!
Klimawandel und der Verlust an Biodiversität gehen Hand in Hand. Mit jedem Grad Erderwärmung sterben ca. 10 Prozent aller Landtierarten aus. Die Ozeane binden das CO2 in der Atmosphäre und werden sauer - mit verheerenden Folgen für die Meeresflora und Fauna. Zudem werden sie gnadenlos überfischt. Niemals zuvor haben so viele Menschen die Erde bevölkert. Und die Zahl wächst dramatisch. Sie alle haben ein Recht auf Ernährung und auf ein menschenwürdiges Dasein. Klimaschutz und Biodiversität werden zum zukunftsbestimmenden Element zwischen den Völkern. Klima- und Artenschutzmaßnahmen stellen daher ein sinnvolles Investment in die Zukunft dar. Wir sollten die sich uns bietenden Möglichkeiten nutzen und uns nicht abwenden. Nur gemeinsam können wir die Probleme lösen."
Aufgewachsen im Regenwald von West Papua, Indonesien, liegt mir die Natur sehr am Herzen. Deshalb setze ich mich für die Schatzkammer der biologischen Vielfalt, den Schutz der Regenwälder und für indigene Völker ein.
Denn wie ein weiser Mann von einem Volk in Papua Neuguinea mir sagte, `Das Leben besteht auf die Balance zwischen Geben und Nehmen. Nicht nur unsere Natur basiert auf dieser Grundlage, auch ein Stammesleben, eine Partnerschaft und eine Beziehung. Die Menschen können mit der Natur nur nachhaltig umgehen und Nachhaltiges von ihr erwarten, wenn sie eine solche Balance als Grundlage anerkennen. Alles andere führt zu einem Ungleichgewicht. Und ein Ungleichgewicht führt zum Exitus. Wer zu viel nimmt oder wer zu viel gibt, stört die Balance und damit den steten Fluss des Lebens´.
In diesem Sinne möchte ich dazu beitragen, das für die biologische Vielfalt und unser Überleben notwendige Gleichgewicht zu erhalten.
"Seeadler, Kraniche, Biber, Wölfe – viele Arten kehren zurück nach Deutschland, man kann sie wieder beobachten und als Teil unserer biologischen Vielfalt erleben – das sind großartige Erfolge des Natur- und Artenschutzes! Na, also! Schönes, wildes Deutschland? Mitnichten. Ende 2011 hat die IUCN den Schutzstatus einer ehemals auch bei uns heimischen Säugetierart neu bewertet: der Europäische Nerz gilt in Europa ab sofort als „Critically Endangered“ – „Vom Aussterben unmittelbar bedroht“. Der nahezu unbekannte Fischjäger ist nur eines von vielen hundert Beispielen für die andere Seite der Medaille: Wir schützen nach wie vor mit zweierlei Maß – die populären vor den unerwünschten, die wertvollen vor den scheinbar nutzlosen Arten. Das Gleiche gilt für die fortschreitende Zerstörung ihrer Lebensräume – hier in Deutschland. Dabei ist es genau diese Vielfalt und Ausgewogenheit des Ganzen, die nachhaltig ist und uns seit Menschengedenken am Leben erhält.
Dafür Verständnis zu wecken und andere Menschen auch für den Teil unseres gemeinsamen Naturerbes zu begeistern, der uns oft lästig oder uninteressant erscheint, der unser Zusammenleben mit der Natur auf die Probe stellt und uns Kompromisse abverlangt, das ist der Antrieb für meine Arbeit als Naturfotograf. Ich hoffe, dass meine Bilder und Reportagen in diesem Sinne dazu beitragen, die für uns so lebenswichtige biologische Vielfalt zu erhalten."
"Für mich ist der Anblick der Natur ein subjektiver Sinneseindruck, der entsteht, wenn Licht einer bestimmten Wellenlänge auf die Netzhaut des Auges fällt und dort bestimmte Sinneszellen dazu veranlasst, Nerven zu animieren, die an das Gehirn weitergeleitet werden und dort wahrgenommen werden. Was wäre unsere Welt ohne die farbliche Vielfalt, die uns die Natur Tag für Tag bietet? Ein grauer hässlicher lebloser Raum, dessen Wände nicht mal ein kaltes Lächeln zulassen.
Gemeinsam müssen wir dafür sorgen, dass Vielfalt, Farbe und Schönheit der Natur erhalten bleiben. Ich unterstütze die UN-Dekade der biologischen Vielfalt, damit uns das gelingt!"
„Wenn wir über Deutschland reden, war es nie wichtiger, sich in der Gegenwart und auch in Zukunft für die natürliche Artenvielfalt einzusetzen. Seit Jahren bereise ich die wildesten Wälder, Moore, Heiden und Flüsse unseres Landes und sehe vor Ort, wie bedroht die Vielfalt in der Natur ist. Beliebig platzierte Energieanlagen oder einseitig intensive Landwirtschaft ohne Hecken, dafür mit monotonen Mais- oder Rapsäckern, bieten wildlebenden Arten kein Zuhause mehr und bieten auch für die Menschen wenig Erholungspotenzial.
Ohne Artenvielfalt in den Wäldern, Mooren und Seen wird das Land technisch und langweilig. Wollen wir das? Wollen das die zukünftigen Generationen? Wo wollen wir dann noch Urlaub machen im eigenen Land? Ich setze mich ohne Wenn und Aber für die Bewahrung der biologischen Vielfalt ein.“
"Ich bin für den Erhalt der Fischotter, da es dabei automatisch auch um den Erhalt flacher Flüsse und bewachsener Ufer geht, die auch anderen Lebewesen ein Zuhause bieten, und weil dadurch die Vielfalt der europäischen Tierwelt nicht weiter reduziert wird.
Die Liebe zu Tieren ist schon immer da gewesen und jetzt verstärkt auch für vom Aussterben bedrohte Arten. Für unsere Kinder ist es grundsätzlich wichtig, die Vielfalt auf unserer lieben Erde zu erhalten."
"Als Reporter und auch privat bin ich viel unterwegs, um die Welt zu erforschen und mehr über sie zu erfahren. Bisher hatte ich das Glück, ferne Ziele wie Afrika, Asien, Australien oder Amerika besuchen zu können und ihren Reichtum an Natur bewundern zu dürfen und gerade deswegen liegt mir der Schutz von Gorillas, Thunfischen, Tigern oder Eisbären am Herzen.
Aber auch in unserem Land ist die Liste von bedrohten Arten so lang, dass sie ein ganzes Buch füllt! Dazu gehören die vom Aussterben bedrohten Auerhähne, geliebt-gehasste Wölfe, süße aber viel zu selten vorkommende Feldhamster und überfischte Heringe in der Ostsee. Enzian, Arnika oder Sonnentau sind nur drei von etlichen Pflanzen, die gefährdet sind.
Ich bin froh darüber, einen guten Draht zu Kindern und ihren Eltern zu haben. Deshalb möchte ich als UN-Dekade-Botschafter insbesondere Familien ansprechen, um ihnen die Bedeutung der biologischen Vielfalt bewusst zu machen.
„Ich setze mich für biologische Vielfalt ein, weil ich zum Beispiel beim Kochen eine echte Auswahl an Zutaten schätze. Die Vielfalt der Lebensmittel, die uns aus den Regalen der Supermärkte anlacht, ist nur Schein. Denn: Zwölf Pflanzen- und fünf Tierarten liefern 70 Prozent der menschlichen Nahrung. 17 Arten! Da kann von Vielfalt kaum die Rede sein...
Von den 10.000-15.000 als essbar bekannten Pflanzen sind in der Landwirtschaft der gesamten Menschheitsgeschichte etwa 7000 Sorten verwendet worden. Weniger als zwei Prozent von ihnen sehen wir heute als wirtschaftlich bedeutend an. Das ist fatal – für die Böden, für die Umwelt. Gesunde Ökosysteme brauchen die Vielfalt."