Synthetische Daten: Nvidia kauft AI-Unternehmen Gretel
Nvidia übernimmt für einen dreistelligen Millionenbetrag Gretel.ai. Das Angebot für Entwickler bei Nvidia wächst.
Nvidia hat das Unternehmen Gretel.ai für einen dreistelligen Millionen Betrag übernommen. Das berichtete das Onlinemagazin Wired unter Berufung auf zwei informierte Quellen. Der Kaufpreis übersteige die jüngste Bewertung Gretels in Höhe von 320 Millionen US-Dollar, sagten die Insider. Genauere Angaben sind nicht verfügbar.
Gretel und sein rund 80-köpfiges Team werden demnach in Nvidia integriert, wo die Technologie als Teil des Angebots cloudbasierter, generativer KI-Dienste für Entwickler eingesetzt wird.
Gretel.ai ist ein KI-Tool zur Generierung und Nutzung synthetischer Daten für das Finetuning vortrainierter Modelle auf bestimmte Anwendungsbereiche. Kundenservice, E-Commerce, Medien und das Gesundheitswesen sind einige Beispiele für die Anwendungsmöglichkeiten.
Für das Finetuning braucht man geeignete Datensätze, die nicht immer direkt zugänglich sind. Datensätze zu finden, die die Anforderungen des Anwendungsbereichs erfüllen und die nötige Qualität haben, ist nicht einfach. Manchmal lässt sich auf öffentliche, aber häufig generische Datensätze zugreifen.
Proprietäre Datensätze sind hingegen oft teuer und mit Nutzungseinschränkungen verbunden. Dazu kommen Fragen des Datenschutzes und der Datenverfügbarkeit. Der Nachteil: Sind die synthetischen Daten zu spezialisiert, kann die Praxistauglichkeit der KI eingeschränkt werden.
Gretel.ai ist Partner von Microsoft Azure
Gretel wurde im Jahr 2019 von Ali Golshan, Alex Watson und John Myers im kalifornischen San Diego gegründet. Laut verschiedener Bekanntgaben warb das Unternehmen Risikokapital in Höhe von rund 67 Millionen US-Dollar ein. Investoren sind Anthos Capital, Greylock und Moonshots Capital.
Gretel.ai arbeitet seit dem Jahr 2023 mit Microsoft Azure zusammen, wo die Produkte und APIs integriert sind. Konkurrierender Anbieter ist etwa Glaive.ai.
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