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Smile 2 kommt im April bei Paramount+ ins Programm

Die Pandemie hat das Kinogeschäft nachhaltig verändert bzw. einige unvermeidliche Entwicklungen beschleunigt. Die Menschen sind viel wählerischer geworden, wofür sie ihr Geld an den Kinokassen ausgeben. Kinotickets sind teuer, während Streaming-Dienste verhältnismäßig günstig sind und eine massive Auswahl an Alternativen bieten. Außerdem wissen die Leute inzwischen, dass es bei den meisten Filmen nicht lange dauert, bis sie im Stream landen. Also warten sie lieber einige Wochen oder wenige Monate und leihen sich den Film bequem zu Hause oder schauen ihn sogar "kostenlos" bei einem der abonnierten Anbieter.

Natürlich locken Kino-Events wie Deadpool & Wolverine, Avatar: The Way of Water, Wicked oder Alles steht Kopf 2 immer noch große Massen in die Kinos, doch die meisten Filme außerhalb etablierter Marken und Franchises tun sich aktuell schwer. Trotz zum Teil sehr positiver Kritiken enttäuschten Filme wie Companion, Mickey 17, Mr. No Pain und Black Bag dieses Jahr an den Kinokassen, weil deren potenzielles Publikum vermutlich lieber abwartet, bis sie die Filme einfach zu Hause sehen können.

Das kommerziell verlässlichste Genre seit der Pandemie ist Horror. Dank einer treuen Fangemeinde und meist niedriger Budgets ließ sich mit Horrorfilmen schon immer gut Geld verdienen, doch während andere Genres in der Gunst der Zuschauer:innen in den letzten fünf Jahren deutlich gesunken sind, scheint Horror immer noch etwas zu sein, das die Leute gerne auf der Kinoleinwand sehen. Saw X, Evil Dead Rise, The Nun II, Nosferatu, Longlegs, Insidious: The Red Door und Talk to Me sind nur einige Beispiele erfolgreicher Horrorfilme, die in den 2020er Jahren im Kino liefen.

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Der mit Abstand größte Überraschungserfolg ist jedoch Paramounts Smile vom Regiedebütanten Parker Finn. Eigentlich wollte das Studio den Film direkt in den Stream schicken, doch positive Testvorführungen führten zu einem Strategiewechsel. Effektives Marketing ließ Smile zu einem regelrechten viralen (TikTok-)Phänomen werden, und obwohl der Film im Grunde nichts anderes war als eine Mischung aus Ring und It Follows, schlug er 2022 an den Kinokassen wie eine Bombe ein. Bei einem Budget von nur 17 Millionen US-Dollar spielte er weltweit rund 217 Millionen US-Dollar ein. Mit mehr als 1,3 Millionen verkauften Kinotickets wurde er zum erfolgreichsten Horrorfilm in Deutschland seit Es: Kapitel 2.

Wie es sich bei jedem erfolgreichen Horrorfilm gehört, wurde Smile fortgesetzt. Smile 2 kam letztes Jahr in die Kinos. Im zweiten Film heftet sich der Grinse-Dämon an die Popsängerin Skye Riley (Naomi Scott), die nach diversen Drogenexzessen und einem schweren Autounfall, der ihrem Freund das Leben kostete, bereits mit persönlichen Dämonen zu kämpfen hat. Hat der erste Smile-Film mich nach hohen Erwartungen etwas enttäuscht, war Smile 2 hingegen eine große positive Überraschung. Das Sequel ist gruseliger, intensiver und rundherum besser als der erste Teil. Seine FSK-18-Freigabe in Deutschland hat er sich redlich verdient, und sein ambitioniertes Ende hat wirklich neugierig auf den unvermeidlichen dritten Film gemacht. Für mich war Smile 2 vermutlich der beste Mainstream-Horrorfilm des letzten Jahres. Meine ausführliche Rezension zum Sequel könnt ihr hier nachlesen.

Wer nicht zu den rund 540.000 Leuten zählt, die ein Ticket für Smile 2 im Kino gelöst haben, und zufällig ein Paramount+-Abo besitzt, kann das Horror-Sequel dort nächsten Monat sehen. Der Streamer wird Smile 2 am 22. April veröffentlichen. Unten könnt ihr den deutschen Trailer zum Film sehen:

Quelle: Paramount+ Deutschland

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