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Game of Thrones - Das Lied von Eis und Feuer 6x03

Game of Thrones - Das Lied von Eis und Feuer 6x03

Episode Staffel 6, Episode 3
(Game of Thrones - Das Lied von Eis und Feuer 6x03)
Deutscher Titel der Episode Eidbrecher
Titel der Episode im Original Oathbreaker
Erstausstrahlung der Episode in den USA Sonntag, 8. Mai 2016 (HBO)
Erstausstrahlung der Episode in Deutschland Montag, 9. Mai 2016
Regisseur Daniel Sackheim

In Oathbreaker drosseln die Serienmacher das wahnsinnige Erzähltempo der bisherigen 6. Staffel von Game of Thrones und besinnen sich auf viele ruhige Momente. Viele davon treffen ins Schwarze, während sich andere Handlungsstränge noch etwas schwer tun.

Maisie Williams in „Oathbreaker“ / (c) HBO

Es dürfte jedem aufgefallen sein, dass man uns in den zwei bisher ausgestrahlten Episoden der sechsten Staffel von Game of Thrones (The Red Woman und Home) mit einer verhältnismäßig hohen Erzählgeschwindigkeit verwöhnt hat. Dadurch boten sich viele großartige Momentaufnahmen, die vielleicht nicht jeder so früh in der Staffel erwartet hätte. Diesem Trend zum Trotz gestaltet sich die von „Game of Thrones“-Neuling Daniel Sackheim inszenierte Episode Oathbreaker da schon deutlich ruhiger - auch wenn wir hier natürlich ebenfalls dem einen oder anderen aufregenden Moment beiwohnen dürfen.

Insgesamt drückt man aber deutlich auf die Bremse, wodurch der erfahrene Sackheim (The Leftovers, Regisseur und Produzent bei The Americans und House) seine Stärken in eher dialoglastigeren Szenen ausspielen kann. Davon gibt es diese Woche einige zu sehen. Und während nicht wenige Zuschauer sich vielleicht etwas mehr Action erhofft haben, wird die HBO-Serie ihrem ausgezeichneten Ruf mal wieder mit zahlreichen tollen Charaktermomenten und exzellenten schauspielerischen Darbietungen gerecht. Problematisch wird es indes in einigen Erzählsträngen, die eventuell nicht ganz zur vollsten Zufriedenheit der Zuschauer verlaufen.

What the people deserve

Ist der abrupte Wechsel von einem fast schon unaufhaltsamen Erzähltempo, in dem sich der Plot nahezu überschlägt, zu einem augenscheinlichen Stillstand ohne spürbaren Fortschritt zu heftig? Oder liegt es vielleicht an uns Zuschauern, die nach zwei fulminanten Auftaktepisoden nun Woche für Woche die nächste gewaltige Überraschung erwarten? Dabei passieren in „Oathbreaker“ an vielen Stellen nicht weniger wichtige Dinge als in den Folgen zuvor. Nur die Art der Inszenierung geht einen anderen Weg, was wiederum für die Varianz der verschiedenen Regisseur spricht, die sich für die sechste Staffel die Ehre gegeben haben.

Fast schon sinnbildlich dafür steht der Einstieg der Episode: Am Ende der letzten Folge erwachte Jon Snow (Kit Harington) wieder zum Leben. Doch nun kommt es eben nicht zu einem großen, epischen Tamtam. Die Überraschung, das ungläubige Entsetzen ob dieser wundersamen Rückkehr, ist allen Beteiligten ins Gesicht geschrieben, allen voran Jon Snow selbst. Wobei ihm von Davos (Liam Cunningham) in Sachen fassungsloser Gesichtsausdruck starke Konkurrenz gemacht wird. Es ist eine unwirkliche Situation, die sich erst langsam entfaltet und in der ein jeder gar nicht richtig begreifen kann, was hier gerade passiert ist. Bei Melisandre (Carice van Houten) hält sich die Fassungslosigkeit wohl noch am ehesten in Grenzen, da sie in der Wiederbelebung eine Bestätigung ihre Kräfte sieht. Wobei selbst dies noch nicht wirklich geklärt ist.

Peter Dinklage in %26bdquo;Oathbreaker%26ldquo; © HBO
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The man who returned from the dead

Jons Rückkehr ins Reich der Lebenden zieht keine großen Jubelstürme nach sich, ebenso wenig einen erneuten Aufstand gegen den Lord Commander, der mit seinen Plänen die Regeln und Schwüre der Night's Watch missachtet hat. Tormunds (Kristofer Hivju) launige Begrüßung Jons lockert die Szenerie zumindest ein wenig auf, ansonsten stehen die versammelten Soldaten und Wildlings wie versteinert da. Davos ist am schnellsten wieder einigermaßen gefasst und präsentiert sich wie immer angenehm pragmatisch: Jon Snow hat eine zweite Chance bekommen, mit der wirklich niemand - er inbegriffen - gerechnet hätte. Was wird er nun mit dieser tun? Verkriecht er sich aufgrund seiner Misserfolge als Anführer der Night's Watch (das ist zumindest seine Wahrnehmung, obwohl er tausende Menschenleben gerettet hat) oder rappelt er sich wieder auf?

Er scheint es selbst noch nicht so richtig wissen. Kit Harington, mit leicht gestutzter Lockenpracht, spielt die nachvollziehbare Verwirrung seines Charakters hervorragend. Schlussendlich wird er sich seiner letzten Verantwortung als Lord Commander doch noch bewusst und richtet die Verräter um Ser Alliser Thorne (Owen Teale) hin. Doch irgendwie wirkt Jon abwesend. Sind es die letzten Worte Thornes, der zu seiner Entscheidung steht und sie wieder treffen würde, die Jon nachdenklich stimmen? Erkennt er, dass er in seiner Position als Lord Commander nicht das bewirken kann, was er bewirken will oder vielleicht sogar muss. Sollte er Teil von Melisandres Prophezeiung sein? Sitzt er in einem ewigen Kampf fest, der sich immer wieder auf ein Neues wiederholen wird?

And now his watch has ended

Jon kehrt der Mauer und Castle Black letzten Endes den Rücken und gibt sein Kommando ab. Der Schwur auf Lebenszeit ist gebrochen. Aber Jon ist nicht der einzige oathbreaker in dieser Episode. Eine definitive Antwort, warum Jon geht, gibt man uns zwar nicht. Das Rätseln um seine Beweggründe bereichert aber die Diskussion, ebenso wie die Frage, wo es ihn nun hin verschlagen wird. Während viele sicherlich schon eine Vorahnung haben, wird in Oathbreaker kurz ein Handlungsstrang von zwei Figuren eingeschoben, die in Staffel sechs bisher noch nicht in Erscheinung getreten sind: Gilly (Hannah Murray), ihr Kind und Sam (John Bradley) - ebenfalls ein Eidbrecher.

Das Trio befindet sich auf dem Seeweg nach Oldtown, wo Sam in der Citadel zu einem Maester ausgebildet werden möchte. Gilly und ihr Kind werden dort eher weniger erwünscht sein, also wird ein Zwischenhalt in Sams Heimat Horn Hill eingelegt, wo Gilly bei seiner Familie verbleiben soll. Abermals greift man das Thema Heimat beziehungsweise neues Zuhause auf (siehe die letzte Episode „Home“). Die Szenen um Gilly und Sam dienen aber vor allem als kleine Bestandsaufnahme. Aus diesem Grund fallen sie auch nicht besonders positiv oder negativ auf, auch wenn Gillys große Augen ob der neuen Welten, die sie entdecken darf, und die herzliche Beziehung zwischen ihr und „Beschützer“ Sam sehr charmant sind. Auch hier stehen uns schon bald ein paar neue Charaktere bevor, die aus der Buchvorlage George R. R. Martins bekannt sind.

Time to go

Kenner der Literaturvorlage von Game of Thrones dürften sich bei der folgenden Szene die Hände reiben: Nach allerlei Spekulationen werden wir nun tatsächlich Zeugen der Vorfälle am Tower of Joy, wo wir dank Brans (Isaac Hempstead Wright) Visionen Einblick in die Unternehmung seines Vaters Eddard Stark, dessen Schwester Lyanna zu retten, erhalten. Die Kulisse ist wie gemalt (das Castillo de Zafra in Guadalajara, Spanien stand Pate für die Dreharbeiten), und so formiert sich ein Trupp von Kämpfern aus dem Norden von Westeros gegen zwei Mitgliedern der königlichen Leibgarde. Der junge Eddard Stark (sehr gut von Robert Aramayo getroffen) stellt sich gemeinsam mit seinen Männern (darunter Meeras und Jojens Vater Howland Reed) den Rittern Ser Oswell Whent und dem Sword of the Morning, Ser Arthur Dayne (Luke Roberts).

Als Buchleser ist es nicht einfach, sich in diesen Szenen von einer gewissen Erwartungshaltung freizumachen. Der turbulente Schwertkampf, zu dem es kommt, ist aufregend in Szene gesetzt. Dayne wird der Bezeichnung als einer der besten Schwertkämpfer von Westeros mehr als gerecht. Als er jedoch hinterrücks von Howland Reed erdolcht und ihm von dem eigentlich unterlegenen Ned Stark der Gnadenstoß gegeben wird, macht sich vielleicht bei einigen, ähnlich wie bei Bran, etwas Enttäuschung breit: Die Ereignisse am Tower of Joy waren vielleicht doch nicht so heldenhaft und legendär, wie man immer gedacht hatte. Aber ist es so nicht viel realistischer als ein epischer Zweikampf zwischen zwei ehrenvollen Männern? Doch die Enthüllung der Tower of Joy-Sage fehlt ja noch, aber auch hier wird man „enttäuscht“: Einen Schmerzensschrei von Lyanna vernimmt man noch, dann ist es für Bran an der Zeit, aus dieser Vergangenheit zurück in die Gegenwart zu kehren. Was ist denn nun da oben im Turm? Bran will es sehen und auch wir wollen es wissen.

Max von Sydow und Isaac Hempstead Wright in %26bdquo;Oathbreaker%26ldquo; © HBO
Max von Sydow und Isaac Hempstead Wright in %26bdquo;Oathbreaker%26ldquo; © HBO

Different perspectives

Ein fast schon gemeiner Zug der beiden Autoren D.B. Weiss und David Benioff, die sich dieses geheimnisvolle Kapitel aber wohl nicht umsonst aufgespart haben. Für Bran wie für uns eine Lektion, sich in Geduld zu üben. Für den jungen Stark-Zögling ist es aber auch persönlich ein arg frustrierender Moment, weil er seinem Vater so nah wie schon lange nicht mehr gewesen ist und der Three-Eyed Raven (Max von Sydow) ihn einfach aus dieser Vorstellung gerissen hat. Doch Bran ist für Größeres bestimmt, er muss sein neues Leben akzeptieren und sich dadurch weiterentwickeln. Ob auch Daenerys (Emilia Clarke) dazu in der Lage ist, darf derweil bezweifelt werden. Sie findet sich ebenfalls in ihrem neuen „Zuhause“ ein - dem imposanten Vaes Dothrak, einer heiligen Stätte der Dothraki, wo die Mother of Dragons bereits in Staffel eins kurz eingekehrt war.

Es sieht aber eher weniger vielversprechend für sie aus, sind ihre ganzen Herrschaftstitel und ihre glanzvolle Vergangenheit als Gattin des großen Khal Drogo doch nicht mehr viel wert. Sie ist verdammt, mit den dosh khaleen, den Witwen verstorbener Khals und den Herrscherinnen über Vaes Dothrak, ein Leben in Isolation zu fristen. Und dann soll sie auch noch dafür bestraft werden, dass sie nach dem Tod Khal Drogos nicht sofort nach Vaes Dothrak kam, wie es die Tradition der Dothraki verlangt (Stichwort oathbreaker). Während man durchaus gespannt sein kann, was die Khalar Vezhven, eine große Ratsversammlung der Dothraki, bringen wird, läuft der Handlungsstrang um Daenerys gerade etwas Gefahr, ein wenig sehr nebensächlich zu werden. Wirklich viel hat Daenerys bisher in Staffel sechs noch nicht zu melden gehabt, weshalb auch diese Nebengeschichte gerade ein wenig schwächelt, trotz interessanter Ausgangslage.

A new life

Ähnliche „Probleme“ lassen sich in Meereen finden. Zunächst einmal serviert man uns eine großartige Szene zwischen Varys und Verräterin Vala (bekannt aus Staffel fünf), in der der allwissende spy master seine unvergleichliche Silberzunge auspackt und der guten Dame gar keine andere Wahl lässt, als sein Angebot anzunehmen und dafür Informationen über die Sons of the Harpy preiszugeben. Conleth Hill präsentiert sich fantastisch, und auch die nette kleine Szene zwischen Tyrion, Missandei und Grey Worm stellt sich als eine amüsante Auflockerung heraus, in der Wortakrobat Peter Dinklage in seinem Element ist (wer erinnert sich noch an das Spiel, das er vorschlägt?) und Nathalie Emmanuel sowie Jacob Anderson wunderbar trocken auf die Versuche des Lannister-Plappermauls reagieren, eine leichte Unterhaltung zu initiieren.

Zum Plot trägt dies eher weniger bei, unterhaltsam ist es aber allemal. Dennoch machen wir auch in Meereen nur sehr langsam Fortschritte, was den generellen Handlungsbogen angeht. Hier fehlt gerade einfach die permanente Bedrohung der Aufständischen, die im Moment nicht wirklich greifbar ist. Wir wissen nun, dass die Sklavenhalter von Astapor, Yunkai und Volantis die Sons of the Harpy unterstützen und dass es eventuell schon bald zu einem großen Kampf um die Slaver's Bay kommt. Dem Handlungsstrang um Tyrion und Co. geht aber wie der Geschichte um Daenerys gerade etwas die Dringlichkeit abhanden.

Troublesome issues

Da hat zum Beispiel im direkten Gegenzug der Handlungsbogen um Arya (Maise Williams) in Oathbreaker einen deutlichen Schritt nach vorne gemacht. Zunächst denkt man noch, dass die junge Assassine in spe nur einen Szenenwechsel verpasst bekommen hat und weiter munter einstecken muss. Ihr Training auf der nächsten Stufe wird aber vor einer atmosphärischen Kulisse wunderbar flott vorangetrieben. Arya lernt, ihre anderen Sinne besser einzusetzen und kann so ab einem gewissen Punkt sogar mit der nimmermüden Waif mithalten. Als Belohnung für ihre Hartnäckigkeit und den positiven Verlauf ihrer Ausbildung zur treuen Dienerin des Many-Faced God gibt es dafür ihr Augenlicht zurück. Somit ist ihre Erblindung nach effektiv drei Folgen schon wieder passé. Doch damit kann ich gut leben. Besser als noch weitere Trainingsmontagen sehen zu müssen. Hier lohnt es sich definitiv, dass etwas auf die Tube gedrückt wird.

Dies würde sich alsbald eventuell auch in King's Landing anbieten, wo nun sämtliche Spieler um die Macht etabliert sind. Selbst Olenna Tyrell (Diana Rigg) und Kevan Lannister (Ian Gelder) geben mal wieder ihr Stelldichein und können sich noch recht gut gegen die herrische Cersei (Lena Headey) und ihren nicht weniger herrischen Bruder Jaime (Nikolaj Coster-Waldau) behaupten - noch, wohlgemerkt. Während Cersei sich fast schon wieder so präsentiert, wie wir sie eigentlich kennen, und sie in Ser Gregor sowie Qyburn (der neue spy master) wertvolle Verbündete hat, ist es sehr interessant mit anzusehen, wie Jaime plötzlich ähnlich wie seine Schwester von blinder Wut und Rachegedanken an den High Sparrow getrieben wird. Die beiden Lannister-Zwillinge präsentieren sich als neues Powerduo (vor allem Headey trumpft groß auf und sorgt für Gänsehaut), zwar noch ohne Erfolg, aber ihr Auftritt verschafft ihnen bei Teilen des Small Councils (der von Flatulenzen geplagte, ewig mosernde Pycelle oder auch der treudoofe Mace Tyrell) und bei uns Zuschauern gehörig Respekt.

Lena Headey und Nikolaj Coster-Waldau in %26bdquo;Oathbreaker%26ldquo; © HBO
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Immediate danger

Auch in diesem Handlungsstrang sollte es bald etwas heißer hergehen. Es wurde ordentlich mit den Säbeln gerasselt, sodass irgendeine Art der Eskalation eigentlich überfällig ist. Ein wenig dagegen spricht wiederum, dass Tommen (Dean-Charles Chapman) nun vom High Sparrow (Jonathan Pryce) eingelullt wird. Andererseits könnte es die Situation auch nur noch befeuern. Das geistliche Oberhaupt möchte natürlich nur das Beste für Tommens Mutter Cersei und ihr dabei helfen, von Grund auf gut zu werden. Die Worte des High Sparrow, der Tommen vor Augen führt, wie toll es doch wäre, wenn Cerseis einzige positive Charaktereigenschaft die mütterliche Liebe für ihren Spross wäre (passend zum Muttertag), lesen sich fast schon überdeutlich als gewiefter Manipulationsversuch, der sogleich Früchte trägt. Der schwache, leicht zu beeinflussende Tommen verkommt erneut zu einer Art Marionette, was etwas schade ist. Diesem Konflikt zwischen Krone und Kirche, der womöglich durch ein „Trial by Combat“ entschieden werden könnte (nicht nur Jaime freut sich darauf), ist Tommen nicht gewachsen. Wann geht das Pulverfass also hoch? Hoffentlich in absehbarer Zeit.

Im Norden wird indes ebenfalls eifrig „gezündelt“: Hier kommt es zu einer Entwicklung, die die Geschehnisse um und in Winterfell - mit Jon in unmittelbarer Schlagdistanz - äußerst spannend machen. Ramsay (Iwan Rheon) fällt nämlich Rickon Stark (der „leicht“ gewachsenen Art Parkinson) in die Hände, was ihm einen erneuten Vorteil verschafft. Der jüngste Stark-Sohn ist ein Geschenk von Smalljon Umber (Sohn vom Greatjon, dessen Schicksal seit der Red Wedding unklar ist), der nun Ramsays Hilfe braucht, um die Ländereien im hohen Norden vor den Wildlings zu beschützen. Während Neuzugang Dean S. Jagger einen formidablen ersten Auftritt als forscher Hüne hinlegt (kennen wir schon all seine Motive?) und manch einer vielleicht eine Träne für Rickons enthaupteten Direwolf Shaggydog verdrückt, entsteht im Norden von Westeros das Gefühl der unmittelbaren Bedrohungen, das einigen anderen Handlungsorten gerade etwas fehlt. Es schreit gerade zu nach einem Konflikt zwischen Jon und Ramsay.

Fazit

Oathbreaker ist eine Episode auf gutem bis sehr gutem Niveau, die am meisten durch ihre vielen schönen Dialogszenen und den starken Darbietungen der Darstellerriege punkten kann - auch wenn die Szenenübergänge vielleicht nicht ganz so rund wie noch in der Vorwoche vonstatten gehen. Durch das gedrosselte Tempo verlagert sich der Fokus mehr auf die mitunter sehr ambivalenten Charaktermomente, was einen interessanten und bisweilen sehr ergiebigen Aspekt der Fantasyserie von HBO ausmacht. Gleichzeitig muss man aber auch festhalten, dass es hier und da gerne wieder etwas schwungvoller weitergehen darf. Was sich daran zeigt, dass einzelne Handlungsstränge gerade mehr Interesse wecken als andere. Möglich, dass die Prioritäten zu Beginn der Staffel etwas einseitig verteilt sind, ein angenehmes Gleichgewicht sollte aber das Ziel sein. Bis dahin kann man jedoch viel aus den sehenswerten Schauspielleistungen und den herrlichen Sets ziehen, womit etwaige Schwächen sehr gut aufgewogen werden. Vielleicht ist man, wie eingangs bereits erwähnt, aber auch einfach nur etwas zu verwöhnt, wenn es um die aktuelle Staffel von Game of Thrones geht.

Verfasser: Felix Böhme am Montag, 9. Mai 2016

Game of Thrones - Das Lied von Eis und Feuer 6x03 Trailer

Schauspieler in der Episode Game of Thrones - Das Lied von Eis und Feuer 6x03

Darsteller   Rolle
Peter Dinklage …………… Tyrion Lannister
Nikolaj Coster-Waldau …………… Jaime Lannister
Lena Headey …………… Cersei Lannister
Emilia Clarke …………… Daenerys Targaryen
Kit Harington …………… Jon Snow
Maisie Williams …………… Arya Stark
Isaac Hempstead-Wright …………… Bran Stark
Liam Cunningham …………… Davos Seaworth
Carice van Houten …………… Melisandre (as Carice Van Houten)
Nathalie Emmanuel …………… Missandei
Conleth Hill …………… Lord Varys
Kristofer Hivju …………… Tormund Giantsbane
John Bradley …………… Samwell Tarly
Iwan Rheon …………… Ramsay Bolton
Jonathan Pryce …………… High Sparrow
Dean-Charles Chapman …………… Tommen Baratheon
Hannah Murray …………… Gilly
Tom Wlaschiha …………… Jaqen H'ghar
Max von Sydow …………… Three-Eyed Raven (as Max Von Sydow)
Diana Rigg …………… Olenna Tyrell
Owen Teale …………… Alliser Thorne
Anton Lesser …………… Qyburn
Julian Glover …………… Grand Maester Pycelle
Jacob Anderson …………… Grey Worm
Natalia Tena …………… Osha
Ben Crompton …………… Eddison Tollett
Faye Marsay …………… The Waif
Roger Ashton-Griffiths …………… Mace Tyrell
Ian Gelder …………… Kevan Lannister
Hafþór Júlíus Björnsson …………… Gregor 'The Mountain' Clegane
Brenock O'Connor …………… Olly
Kae Alexander …………… Leaf
Dean S. Jagger …………… Smalljon Umber
Paul Rattray …………… Harald Karstark
Art Parkinson …………… Rickon Stark
Meena Rayann …………… Vala
Joseph Naufahu …………… Khal Moro (as Joe Naufahu)
Souad Faress …………… Dosh khaleen High Priestess
Staz Nair …………… Qhono
Hannah John-Kamen …………… Ornela
Angelique Fernandez …………… Dothraki Widow #1
Robert Aramayo …………… Young Ned
Luke Roberts …………… Arthur Dayne
Eddie Eyre …………… Gerold Hightower
Brian Fortune …………… Othell Yarwyck
Michael Condron …………… Bowen Marsh
Wuese Houston-Jibo …………… Dothraki Widow #2
Diogo Sales …………… Dothraki Bloodrider #1
Junade Khan …………… Dothraki Bloodrider #2
Annette Hannah …………… Frances
Nathanael Saleh …………… Arthur
Michael Nevin …………… Little Bird #3
Jesse Magee …………… Little Bird #4
Iona Clarke …………… Little Bird #5
Lucy Gallagher …………… Little Bird #6
Fionn Kernan …………… Little Bird #7
Bobby Marno …………… Night's Watch
Simon Millar …………… Tully Soldier
Chuku Modu …………… Aggo
Jessica Odell …………… Wildling
Mariola Sanz …………… Dothraki woman
Michael Stuart …………… Night's Watch Officer
Leo Woodruff …………… Howland Reed

Was bedeutet eigentlich „TBA“ in der Anzeige bei Episodenführern?

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