Vorneweg: Sean Penn at his best!
Für mich gehört Sean Penn zu den talentiertesten und tiefgründigsten Darstellern, die Hollywood zu bieten hat und es ist bedauerlich, dass dieser Film in einem Jahr mit anderen guten männlichen Darbietungen etwas untergegangen ist.
Die Geschichte erinnert etwas an "Tod eines Handlungsreisenden", nur dass die Story sich an eine wahre Begebenheiten anlehnt. Penn spielt Sam Bicke, einen Büromöbelverkäufer, der nach einer gescheiterten Ehe mit sich und der Welt nicht zurecht kommt. Seine Unfähigkeit Konflikte aufzugreifen und systematische Verdrängung treibt ihn immer weiter in eine Spirale kollektiver Schuldzuweisung an das amerikansichen System. Penn gelingt es mit seinem beeindruckendem Einfühlungsvermögen die Rolle des "Versagers" absolut überzeugend darzustellen. Selbstverständlich darf dabei die Leistung von Naomi Watts nicht unerwähnt bleiben, deren Rolle ihr ebenso auf den Leib geschnitten ist. Die gut umgesetzte Kulisse Amerikas der 70-er Jahre unterstreicht die beklemmende Stimmung.
8,5/10