Wer war Jim Morrison?
Ein Poet, ein Genie, ein Schamane, oder einfach nur ein Trinker, der sich durch Whiskey und Wodka seine Gehirnzellen weggesoffen hat? Eins steht fest, er war einer der größten Rockstars, die es je gegeben hat.
Oliver Stone ( Platoon, Born of the fourth of July, U-Turn ) will in seinem Zeitdokument über die Endsechziger nicht über "Den König der Eidechsen" ( wie Morrison oft betitelt wird ) urteilen, er will ihn aber auch nicht beschönigen. Vielmehr will Stone neue Einblicke in diese von Vietnamkrieg und Rassenunruhen geprägte Zeit geben. Der Film trägt den Titel „ THE DOORS“, doch geht es vordergründig um Jim Morrison.
Anders als den anderen drei Bandmitgliedern, geht es Jim um den Ausdruck seiner Poesie und nicht um Geld.
Diese Differenzen rufen eine langsame Abspaltung der 3 Mitglieder von Morrison hervor. Das Urteil über diesen zweifelsohne bemerkenswerten Mann muss sich der Zuschauer am Ende selbst bilden.
Da ich eine große Bewunderung für die Musik der „DOORS“ habe, kann ich nicht sehr uneingenommen darüber schreiben, dennoch wirkt sie an jeder Stelle perfekt abgestimmt und trägt zusammen mit der wie immer Hervorragenden Kameraführung von Robert Richardson ( Casino, Natural Born Killers ) zu einer dichten Atmosphäre bei. Der gesamte Stil läßt Vergleiche mit „U-Turn“ und „Natural Born Killers“ zu, da er teilweise wie ein „DOORS“ Song, ein „Drogenrausch“ ist.
Val Kilmer liefert hier als Jim Morrison eine Glanzleistung ab, denn er spielt ihn nicht nur, er ist Morrison.
Daher bleiben wie so oft die anderen Akteure eher blass.
Dieser Film ist ein wahrer Juwel und ist nicht nur für „DOORS“ Fans ein absolutes Muss.
10 Punkte