Auch bevor er zu James Bond wurde, war Pierce Brosnan schon im Actiongenre tätig. Das er auch da eine gute Figur macht, bewies er in " Hydrotoxin " und auch hier. 1988 war noch nicht viel los mit Pierce Brosnan und man kannte ihn eigentlich nur aus " Remington Steele ". Hier seine erste richtig große Rolle. Regie führte der gebürtige Engländer Francis Meganhy und der Film wurde von großen Namen wie Metro Goldwyn Mayer und United British Artists produziert. Obwohl der Film absolut nicht teuer aussieht, billig natürlich auch nicht, aber der Film spielt an einem Ort und zu Bruch geht leider auch nicht so viel.
Inhalt:
Marc Taffin ist Schuldeneintreiber für die ortseinsässigen Geschäftsleute. Er geht zwar nicht gerade nach dem Gesetz vor, ist aber trotzdem sehr erfolgreich mit seinen Methoden. Nun wird in seinem Heimatort eine Chemiefabrik gebaut und die Bürger werden unterdrückt. Sie bitten Taffin sich der Angelegenheit anzunehmen. Doch auch dieser merkt dass man dort andere Methoden einsetzen, denn diesmal hat er es mit schwierigeren Gegnern zu tun. Als die Bauspekulanten merken, dass sie mit Taffin nicht fertig werden, schieben sie ihm einen Mord in die Schuhe.
Obwohl es mal wieder um eine oft eingesetzte Story geht, ist sie hier wirklich solide eingesetzt und gerät nie in den Hintergrund und läuft auch den ganzen Film lang gut mit. Wer hier allerdings eine Actionorgie erwartet ist fehl am Platz. der Film ist sehr sparsam mit Action und wenn welche kommt, dann immer nur kurz. Warum der Film damals FSK 18 war kann ich bei Leibe nicht verstehen, denn die FSK 16 reicht locker aus. Es gibt eine allseits beliebte Barschlägerei am Anfang, wo man mal Einblick in Taffins Methoden bekommt. Dann wird hier mal kurz geschlägert und da mal kurz geschossen, wobei man keine blutigen Einschüsse zu sehen bekommt. Aber die Keilereien sind recht hart und vor allem realistisch umgesetzt. Insgesamt sit die Action im Film gut verteilt, aber für meinen Teil hätte es ruhig etwas mehr sein können.
Aber da der Film nicht aus den USA kommt, ist der Stil wieder anders. Man bekommt viele Einblicke in das Privatleben von Taffin, außerdem gibt es noch eine in Actionfilmen allseits beliebte Lovestory. Es dauert dann eine Weile bis Taffin sich mit den Schlägern anlegt, aber man bekommt immerhin viele peppige und witzige Dialoge geboten und Taffins Metoden seinen Job auszuüben sind schon amüsant anzusehen. Das Finale ist leider sehr flach geworden, da hätte ich mir mehr Action gewünscht, aber ich denke in diesem Film setzten die Briten mehr auf Realität und Humor.
Der ganze Film spielt an einem Ort, einem kleinen Küstenest indem Taffin großgeworden ist. Die Kulisse ist gut gewählt und vor allem das kaltnasse Klima passt perfekt zur Stimmung und auch zu England selber.
Die Musik stammt von Oscar Preisträger Hans Zimmer, welcher auch den Sound für " Gladiator " zauberte. Zu hören bekommt man tolle irische und britische Klänge, passen einfach perfekt zur Atmosphäre und zum Geschehenden, man sieht hier dass Zimmer auch schon dmals sein handwerk gut verstanden hat.
Der ganze Film lebt eigentlich vom tollen, humorvollen und süffisanten Spiel von Pierce Brosnan. Wirklich perfekt und auch hier schon gentlemanlike spielt er die Rolle des harten Schuldeneintreibers Marc Taffin. Seine Frisur ist zwar etwas gewöhnungsbedürftig, aber das trug man halt so in den 80ern.
Alison Doody ist seine Affäre im Film und sie spielte später auch in dem James Bond Film " Im Angesicht des Todes " mit. Auch sie macht ihren Part wirklich gut.
Aber auch die Fieslinge sind gut gewählt und können überzeugen, was selten der Fall ist.
Fazit:
Nicht klasse, aber guter Film. Leider zu wenig Action, aber trotzdem nicht langweilig. Dafür ist Brosnan wirklich klasse, allein wegen ihm lohnt sich der Streifen. Die Story ist sehr solide, die Sounds sind wirklich passend, genauso wie die verregnete Kulisse. Insgesamt ein sehr gut gelungener Britischer Beitrag zur Filmwelt.