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Alle Kurzkommentare


7

Kinski war bekanntermaßen ein genial-verrückter Charakter vor und hinter der Kamera. Aber wie abgedreht der Mann wirklich war, das muss man sich erst einmal hier geben: Der Ausnahmeschauspieler konnte am Set Stunden lang am Stück cholerisch schreien und toben, nachdem ihn eine Lappalie aufgeregt hat. Dabei sind seine Beschimpfungstiraden auch durchaus erheiternd. Darum ist diese Doku über die äußerst schwierige Zusammenarbeit von Kinski und Regisseur Werner Herzog inklusive der Erläuterungen aller künstlerischen Differenzen der beiden weitaus unterhaltsamer als sämtliche staubtrockenen Filmkooperationen des Gespanns. Der Begriff Hassliebe trifft es wirklich am besten. Der interessante Blick hinter die Herzog-Kulissen zeigt aber auch traurigerweise auf, wie sehr so eine starke Persönlichkeit in der heutigen deutschen Prominenzlandschaft fehlt und dass sie wohl kein zweites Mal aufkreuzen wird.

10

Über diesen Film bzw. Dokumentation gibt es ja sehr geteilte Meinungen. Die einen bezeichnen es als gelungenes Portrait über Klaus Kinski, als liebevolle Huldigung, andere aber als gehässige Lästerei über das verstorbene Genie. Meiner Meinung nach zeichnet Werner Herzog, der für mich ein Meister seines (Regie-) Faches ist, ein gelungenes Bild über die Zusammenarbeit Kinski/Herzog. Was ich wirklich nicht verstehen kann ist diese abfällige Meinung über den Filmemacher Herzog, dem einige "Filmkenner" das Können völlig abschreiben. Leute, wer Filme wie AGUIRRE oder FITZCARALDO gemacht hat, ist vielleicht (positiv) verrückt, aber bestimmt kein Nichtskönner. MEIN LIEBSTER FEIND, eine meisterhafte Dokumentation über zwei Verrückte, die den deutschen Film bereichert haben. 10/10

8

"Mein liebster Feind" ist eine für jeden Kinski-Fan unerlässliche Dokumentation. Werner Herzog, der lange Jahre mit Kinski zusammenarbeitete, beschränkt sich dabei glücklicherweise nicht nur auf die Darstellung von Kinskis notorischen Tobsuchtsanfällen, sondern zeigt den Menschen Klaus Kinski auch von anderen Seiten. Insofern ist "Mein liebster Feind" ein spürbar ambinionierter Versuch, dem wahnsinnigen Genie ein adäquates Portrait zu schaffen.

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