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Review

Einführend meine rein subjektive Meinung über Werner Herzog. Dieser Filmemacher ist ein ganz kleines Licht ohne Docht. Seinen Bekanntheitsgrad hat jener vollkommen untalentierte Mensch nur einen großen Künstler zu verdanken, Klaus Kinski. Herzog hat es in seiner armseligen Karriere wirklich noch nicht ein einziges mal fertig gebracht, einen halbwegs anständigen Film auf die Beine zu stellen. Im Gesamtwerk dieser Person herrscht eine nicht auszuhaltene Langeweile, zuweilen wird der geneigte Zuschauer mit kurzen Momenten unfreiwilliger Komik erfreut, ansonsten gibt es nichts zu erleben als Leere, gnadenlose Leere. Die stumpfsinnige und brütend lahmarschige Inszenierung ausschließlich aller Herzog Filme ( Leute mit einen bestimmten Intellekt verwechseln das übrigens mit Kunst oder gar mit Stil ) wurde nur dann erträglich, wenn Klaus Kinski die Hauptrolle spielte. Denn dieses Weltwunder ( o Ton Herzog ! ) machte auch noch den miesesten Herzog Langweiler interessant. Was Klaus Kinski selber von Herrn Herzog hielt, kann der geneigte Filmfreund in Klaus Kinskis köstlichen Biografien nachlesen. Das die vernichtende Charakterbeschreibung Herzogs aus Klaus Kinskis Büchern wohl noch untertrieben ist, beweist Herzogs mit seiner Pseudo Dokumentation.
Herzog begibt sich auf eine Reise in die Vergangenheit, in welcher Herzog Originalschauplätze aus einer Zeit besucht, als er mit Klaus Kinski Filme drehte oder angeblich ( was ich nach der Lektüre der Klaus Kinski Bücher als Fake ansehen muß ) sogar mit diesen in einer Art WG wohnte. Der interessierte Filmfreund wird von Minute zu Minute dieses Machwerks immer wütender. Herzog stellt Kinski als gemeingefährlichen Irren da, der nette Vermieterinnen tyrannisiert oder Indios mit der Winchester entstellt. So geht das den gesamten Film. Es werden Prominente und Unbekannte von Herzog in einer ekelhaften Art und Weise dazu gebracht Klaus Kinski in einem schlechten Licht stehen zu lassen. Als ich den Film vor Jahren im Kino gesehen habe war es einfach furchtbar, wie der typisch uninformierte Normalo Kinogänger sich über den angeblichen Psycho Klaus Kinski schlappgelacht hat. Da nützt es auch nichts mehr, daß sich die Vollblutschauspielerin Eva Mattes Gefatter Herzog als einzige Interviewte mutig entgegenstellt und ausschließlich positives zu berichten weiß. Dieser schleimt sofort rum und sagt : ja ja, diese guten Seiten hatte der Klaus natürlich auch. Es ist einfach nicht zu fassen welch armseelige Figur der Herr Herzog in dieser Sequenz abgibt. Erstaunlich das er das nicht geschnitten hat. Es gibt Dutzende Prominente
oder weniger im Licht der Öffentlichkeit stehende Erdenbürger ( z. B. der germanische Genre Regissseur Jürgen Roland, Schauspielerin Brigitte Grothun, Playboy Rolf Eden, SERGIO LEONE etc. etc. ) die vom sanften, natürlichen Freund Klaus Kinski zu berichten wüßten. Aber genau das wollte Werner Herzog ja nicht. Herzog rächt sich mit diesem minderwertigen Machwerk offensichtlich ( mit reichlicher Verspätung ) für die Darstellung in Klaus Kinskis Biografien. Als ich diese vor Jahrzehnten las, amüsierte ich mich zwar über die Momente in denen es um Herzog ging. Nach dem zweifelhaften Genuß von Mein liebster Feind muß ich aber feststellen, daß Klaus Kinski noch gnädig untertrieben hat. Ein guter Freund teilte mir mal mit, daß er Herzog für krank hält. Das scheint zu stimmen. Dieser Filmemacher hat nach Cobra Verde ( letzter gemeinsame Film mit Klaus Kinski ) weder bei Kritikern noch beim Publikum jemals wieder Erfolg gehabt. Herzogs angebliche Abenteuerfilme ( Nosferatu soll wohl ein Horrorfilm sein ?! ) lassen alles Vermissen was einen guten Film dieses Genres ausmacht. Z.B. Tempo oder Spannungsdramaturgie. Die Erfolge dieser Streifen liegen darin begründet, daß in der Zeit in der diese entstanden, es noch kein Homekino ( Video+DVD ) gab. Der Durchschnittsdeutsche empfing nur 3 TV Programme. Ich will damit sagen die Leute gingen ins Kino weil sie den Wallace oder Italo Kinski sehen wollten. In Zeiten unseres heutigen visuellen Konsumoverkills fällt ein Werner Herzog mit seinen Schlockfilmchen einfach gnadenlos durch. Vor Mein liebster Feind drehte Herzog ein Bergsteigerfilmchen welches bei Publikum und Kritik knallhart floppte. Nach Mein liebster Feind nervte Herzog die Menschheit mit seinen strukturlosen Invincible Schrott. Es bleibt zu hoffen, daß die deutsche Filmförderung endlich begriffen hat, daß dieser vollkommen untalentierte Selbstdarsteller fertig ist. Das wirklich verabscheuungswürdige an Mein liebster Feind ist, daß hier auf Kosten eines toten Weltstars mit verleumderischen Mitteln nochmal die fette Kohle gescheffelt wird. Herzog macht Klaus Kinski ein letztes Mal zu seinen Hauptdarsteller ( ohne dafür einen Pfifferling zu zahlen ! ) und dieser kann sich nicht dagegen wehren. Ich wende mich angewiedert ab und möchte abschließend Clint Eastwood zitieren : Ein Mann sollte seine Grenzen kennen ( Magnum Force ).

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